Anlage

Die KVA Horgen wurde in den Jahren 2015 und 2016 rundum erneuert und auf den Stand der Technik gebracht. Die Feuerung ist vollständig automatisiert und garantiert eine optimale Verbrennung der Abfälle. Die bei der Verbrennung der Abfälle freigesetzte Wärme wird zur Produktion von Strom und Wärme weitgehendst genutzt. Die anfallende Schlacke aus dem «thermorecycling Prozess» wird trocken ausgetragen, um bei der externen Aufbereitung nahezu 100 Prozent der darin enthaltenen Metalle zurückzugewinnen.

Anlageschema

Anlageschema 2018

Feuerung

Bei der installierten Feuerung handelt es sich um eine sogenannte Rostfeuerung. Die Verbrennung der Abfälle findet bei einer Temperatur von rund 1‘000 °C statt. Durch eine ausgeklügelte Feuerleistungsregelung werden die für eine vollständige Verbrennung der Abfälle notwendigen Luftströme exakt dosiert und verteilt.

Verbrennungsrückstände

Dampferzeugung

Die bei der Verbrennung der Abfälle entstanden heissen Rauchgase werden durch einen Dampfkessel geführt, um mit der vorhandenen Wärme Dampf zu erzeugen. Der so erzeugte Dampf kann für die Stromerzeugung und die Versorgung des Fernwärmenetzes von Horgen verwendet werden.

Abgasreinigung

In Bezug auf den Schadstoffausstoss erfüllt die Anlage, dank der Rauchgasreinigungsanlage, sowohl die gesetzlichen Auflagen der LRV (Luftreinhalteverordnung) wie auch die Anforderungen an einen modernen Entsorgungsbetrieb. Die Rauchgase werden in drei Schritten gereinigt, so dass nur sehr geringe Emissionen entstehen. In einem ersten Schritt wird die mit dem Rauchgas mitgerissene Flugasche in einem Elektrofilter abgeschieden und anschliessend extern behandelt, damit die zu deponierenden Rückstände möglichst von Schadstoffen befreit sind. Nach dem Elektrofilter ist ein Gewebefilter installiert, welcher die von den eingedüsten Additiven gebundenen Schadstoffe abscheidet. Die aus dem Gewebefilter ausgetragenen Rückstände werden ebenfalls extern aufbereitet und zu 92% rezykliert. Die letzte Reinigungsstufe besteht aus einem Katalysator zur Reduktion der Stickoxide (NOx), Dioxine und Furane. Beim Entstickungsprozess fallen keine Rückstände an, da es sich dabei um eine chemische Umwandlung handelt (NOx + NH4OH -> N2 + H2O).

Weitere Infos und Grafiken zu Abfallmengen, Verbrennungsrückständen, Energiemengen auf der Seite «Umwelt»

Öffnungszeiten

Werktags 7.00 – 11.45 Uhr und 13.00 – 17.00 Uhr
Samstags 8.00 – 11.45 Uhr